Fremdsprachentag 2022

Neue Unterrichtsformen und -themen in den modernen Fremdsprachen in der S I und S II (E, F, Sp)
Mittwoch, 31.08.2022
Universität Paderborn, B-, C- und H-Gebäude

Der Fremdsprachentag wird gemeinsam veranstaltet von der Landessektion Englisch & Mehrsprachigkeit NRW, dem Deutschen Spanischlehrerverband NRW, den Instituten für Anglistik und Romanistik der Universität Paderborn sowie dem dortigen Zentrum für Bildungsforschung und Lehrerbildung (PLAZ).


9.00 Uhr Eröffnung der Verlagsausstellung und des Tagungsstandes
9.15 Uhr Eröffnung der Tagung
Vormittagsprogramm (9.45 -11.00 Uhr ODER 11.30-12.45 Uhr)

UhrzeitReferent/inThema
9:45 UhrProf. Dr. Peter HohwillerLanguage awareness – a practical approach
9:45 UhrDr. Dominik BanholdI need grammar! – Grammatik als Herstellung von Bedeutung im Sprech-, Schreib- und Leseunterricht
9:45 UhrPeter Debray / Ulrich DannenhauerHörverstehensaufgaben am Übergang zwischen SI und SII mit Blick auf das Hörverstehen im Zentralabitur (NRW ab ABI 2025)
9:45 UhrEveline Stuke-WennemannLesemotivation wecken und Lesekompetenzen vermitteln
9:45 UhrDorothea GregertLes albums ? Parlons-en!
9:45 UhrDr. Katja Bethe-BürgelOn fait de la musique ? - Dialogisches Sprechen fördern mit dem dialogue parcours (1. Lernjahr)
9:45 UhrHenning PeppelSchüleraktivierende Spracharbeit im Spanischunterricht
9:45 UhrStefanie van der Valk#Tuiteratura – Literarische Texte auf Twitter?

11:00 Uhr Kaffeepause / Buch- und Medienausstellung

UhrzeitReferent/inThema
11:30 UhrLea SteffensEnglisch Unterrichten am Berufskolleg – Chancen und Herausforderungen in Realität und Praxis
11:30 UhrDr. Philipp Siepmann / Janine BrunsMündliche Kommunikationsprüfungen im Fremdsprachenunterricht neu denken! – Erfahrungen und Anregungen aus einem praxisorientierten Forschungsprojekt
11:30 UhrProf. Dr. Henning RossaDigitaler Workshop: Kollaboratives Schreiben in digital vermittelten Lernarrangements zu einer graphic novel im Englischunterricht auf der Sekundarstufe I
11:30 UhrDr. Michael MitchellThat Magician's Trick: A different approach to teaching about Nigeria using Olumide Popoola's When We Speak of Nothing
11:30 UhrProf. Dr. Christoph BürgelC’est genre cool ! - Mit Phrasemen zu flüssigem und natürlichem Sprechen
11:30 UhrJens-Olaf CarlFörderung des Hör-Sehverstehens und der Mündlichkeit im modernen Französischunterricht
11:30 UhrInga Haybach-ReitzTitulares aus spanischsprachigen Tageszeitungen zur Förderung des globalen Leseverstehens (und noch viel mehr!)
11:30 UhrNina Hammer / Yasemin Soydan
Abrimos Puertas: DSV Preisträgerinnen 2022:
1) ¡Y el Premio Social del RBG es para...! Cinco jóvenes que han cambiado el mundo
2) La ropa - eine innovative Wortschatzarbeit
Börse für Unterrichtsmaterial

12:45 Uhr Mittagspause / Buch- und Medienausstellung

14:15 Uhr Nachmittagsprogramm (14:15 - 15:30 Uhr)

UhrzeitReferent/inThema
14:15 UhrProf. Dr. Frauke MatzA challenge for and to the world: Children’s Rights Education through YA Literature in the EFL Classroom
14:15 UhrChristoph UllrichHeterogenität im Englischunterricht sinnvoll begegnen
14:15 UhrMichael RoggeAgiles Arbeiten im Englischunterricht
14:15 UhrPeter WinzNachhaltiges Training des Hörverstehens im Französischunterricht der Sek I
14:15 UhrSteffen ObelingLe plaisir de lire – Lektüreempfehlungen für die Mittelstufe
14:15 UhrMelanie ArriagadaLa clase de español y los traductores en línea: ¿Se nos ha aguado la fiesta?
14:15 UhrBeatriz RománParada "Chile despertó". Vamos de viaje a Chile actual

15:50 Uhr Ende der Tagung – 16.00 Uhr: Mitgliederversammlung E&M NRW

Erläuterungen zu den Veranstaltungen

Programm Englisch

Prof. Dr. Peter Hohwiller(Paderborn): Language awareness – a practical approach

Compared to other competence domains like speaking or ICC, language awareness has certainly garnered less TEFL attention. This is possibly due to the multifaceted nature of the concept which aims both at a sensitivity to the target language and to other languages (in German, this duality is expressed with the terms Sprachbewusstheit and Sprachenbewusstheit). To complicate things even further, language awareness, as the Bildungsstandards make clear, must also be fostered in the literature classroom. In this talk, the concept as such and suitable texts will be discussed. With a focus on both Sekundartstufe I and II, on textbook stories and authentic literature and particularly on putting theory into classroom practice, the didactic potential of language awareness will be outlined.

Dominik Banhold (Aschaffenburg): I need grammar! – Grammatik als Herstellung von Bedeutung im Sprech-, Schreib- und Leseunterricht

Der Erwerb grammatischer Mittel und der sichere Umgang mit ihnen spielt im Englischunterricht der Sekundarstufen I und II eine zentrale Rolle. Häufig wird dabei zwar induktiv vorgegangen, seltener aber zugleich funktionsorientiert. Um den Schülerinnen und Schülern zu verdeutlichen, was Grammatik überhaupt kann, gilt es, Verknüpfungen zu anderen Lernbereichen herzustellen. Ein lernbereichsintegrativer Grammatikunterricht fördert damit neben dem Erwerb sprachlicher Mittel weitere Kompetenzen.

Der Vortrag zeigt Ihnen an praxiserprobten Materialien, wie Grammatikunterricht vom Anfangsunterricht bis zum Abitur funktional ausgerichtet werden kann und damit wichtige Beiträge in den Bereichen Schreiben, Sprechen, Lesen und Landeskunde geleistet werden.

Peter Debray (Wuppertal) und Ulrich Dannenhauer (Solingen): Hörverstehen am Übergang der SI zur gymnasialen Oberstufe

Während die Überprüfung des Kompetenzbereichs Hörverstehen seit Langem ein integraler Bestandteil der ZP 10 ist, stellt die Erweiterung der im Abitur überprüften Kompetenzbereiche um eben diesen Bereich Hörverstehen (zusätzlich zu Leseverstehen, Schreiben und Sprachmittlung) eine neue Herausforderung für Lehrende und Lernende dar. Dazu wollen wir überblickartig die wichtigsten didaktischen Eckpunkte für einen sinnvollen unterrichtlichen Umgang mit dem Kompetenzbereich Hörverstehen beleuchten, bevor wir uns der neuen Testpraxis annähern.

In der Fortbildungsveranstaltung sollen Anknüpfungspunkte an die Testpraxis der SI aufgezeigt werden, aber auch die erheblichen Unterschiede in den Anforderungen verdeutlicht werden, denen sich Lernende in der Oberstufe und besonders im Abitur (LK und GK) stellen müssen. Grundsätze der Konstruktion von entsprechenden Hörverstehensaufgaben sollen an konkreten Beispielen so transparent gemacht werden, dass die Teilnehmenden vorgefertigte Aufgabenapparate von HV-Aufgaben analysieren, bewerten und ggf. nachbessern können.

Eveline Stuke-Wennemann (Krefeld): Lesemotivation wecken und Lesekompetenzen vermitteln

Wie kann es gelingen, Schüler*innen dazu zu motivieren, Literatur im digitalen Zeitalter zu lesen? Inwiefern eignen sich literarische Texte besonders, um interkulturelles und globales Lernen zu fördern? Die Referentin zeigt, wie Sie Lernenden einen Zugang zu Lektüren eröffnen und sie dazu motivieren, auch längere Texte zu lesen, zu analysieren und zu kommentieren und im Umgang mit fiktionalen Texten kreativ tätig zu werden.

Schüleraktivierende Verfahren der Erarbeitung von Lektüren für die Sekundarstufe I sowie von Ganzschriften für die Sekundarstufe II werden vorgestellt. Zudem werden Ideen zur Nutzung digitaler Medien diskutiert.

Zielgruppe: Sek I und II, Schwerpunkt auf Sek II

Lea Steffens (Hattingen): Englisch Unterrichten am Berufskolleg – Chancen und Herausforderungen in Realität und Praxis

Der Englischunterricht am Berufskolleg ist in jeder Hinsicht von Vielfalt geprägt, die, auf verschiedenen Ebenen, oft eine Chance, aber auch eine Herausforderung darstellen kann.

Seit nun circa 50 Jahren ist ein wichtiges Ziel, für die Schüler*innen auch im Klassenraum kommunikative Handlungs- und Sprachanlässe zu schaffen, um ihnen ein Anwenden der Fremdsprache auch außerhalb des Ziellandes zu ermöglichen. Dieses Lernen findet immer im Austausch mit der Umgebung statt, so dass die Lernenden nicht nur den Input in einer Fremdsprache verarbeiten müssen, sie sind auch, wie wir Lehrenden gleichermaßen, multimedial gefordert. Kompetentes sprachliches Handeln in seiner ganzen Vielfältigkeit fordert also die Lernenden genauso wie die Lehrenden im Unterricht und will geübt und gelernt sein. Darüber hinaus ist gerade am BK die Heterogenität in nahezu jeder Klasse ein Thema, welchem, in welcher Form auch immer, Rechnung getragen werden muss. Gleiches gilt, nicht nur durch den Auftrieb von Distanzlernphasen, für dem Umgang mit digitalen Tools und Medien. Um Praxisbeispiele für den eigenen Unterricht zu erproben und zu entwickeln, gibt der Workshop vorab einen kurzen Theorieabriss zu den gängigen o.g. Themen und Phänomen und stellt danach den Fokus auf die Anwendung. Best-Practice Aufgaben sollen erläutert, auf die eigene Lerngruppe übertragen und evaluiert werden, so dass Beispiele im Praxiskontext den Mittelpunkt bilden.

Dr. Philipp Siepmann (Münster) und Janine Bruns (Tecklenburg): Mündliche Kommunikationsprüfungen im Fremdsprachenunterricht neu denken! – Erfahrungen und Anregungen aus einem praxisorientierten Forschungsprojek

Mündliche Kommunikationsprüfungen haben sich in allen modernen Fremdsprachenfächern mittlerweile gut etabliert. Doch was macht eine gute mündliche Prüfung aus? Dieser Workshop stellt Prinzipien für eine gute und innovative Prüfungspraxis vor. Dabei greift er auf empirische Ergebnisse und Erfahrungen aus einem mehrjährigen Kooperationsprojekt zwischen der Fachdidaktik Englisch der WWU Münster und dem Graf-Adolf-Gymnasium in Tecklenburg zurück. Anhand eines konkreten Umsetzungsbeispiels aus einem Englisch-Leistungskurs wird gezeigt, wie sich mündliche Kommunikationsprüfungen fairer und valider gestalten und dabei zugleich zeitsparender organisieren lassen. Es werden außerdem Anregungen gegeben, wie Unterricht und Prüfung enger miteinander verknüpft werden können, um mündliche Kommunikationskompetenzen nachhaltig zu entwickeln.

Prof. Dr. Henning Rossa (Trier): Kollaboratives Schreiben in digital vermittelten Lernarrangements zu einer graphic novel im Englischunterricht auf der Sekundarstufe I (digitaler Workshop)

 

 

Dr. Michael Mitchell (Stratford-upon-Avon): That Magician's Trick: A different approach to teaching about Nigeria using Olumide Popoola's When We Speak of Nothing

The magician's trick is deflection: making you see one thing when you're doing another. (Teachers use it sometimes too.) Olumide Popoola uses it in her excellent 2017 novel, When We Speak of Nothing. It is a novel about Port Harcourt and London. In London young people struggle with issues of ethnic and gender identity, broken families and peer pressures. In Nigeria a postcolonial society is caught between traditions and modernity, between the colonial past and the economic and political pressures of the vibrant African present. Karl, the protagonist, learns by chance of his Nigerian father and decides to visit him in Port Harcourt, but almost nothing is exactly as it seems, as the author gradually leads the reader to see more. The novel is ideal for teaching in the EFL classroom, so I will give an introduction to it and suggest ways the teacher can use it to discuss content (Nigeria and multi-ethnic Britain and the issues confronting young people today), language (the uses of language in literature and speech) and, most importantly, to learn how books can help us to see the world more clearly.

Prof. Dr. Frauke Matz (Münster): A challenge for and to the world: Children’s Rights Education through YA Literature in the EFL Classroom

Article 29 ("Best Possible Education") of the United Nations Convention on the Rights of the Child states that education should not only help children and adolescents to know their own rights and to respect other people, but that education should also help "that all can live in peace and that the environment is protected" (UNICEF 2022). At the same time, Sustainable Development Goal Nr. 16 (“Peace, Justice and Strong Institutions”) as formulated by the UN strives for peaceful and inclusive societies and aims to provide access to justice for all (UN 2022).

This workshop deals with the question which part English language education may contribute to fulfilling both Article 29 and SDG 16, as the students in our classrooms are not future citizens and members of our global society, they are "citizens now" (Jerome & Starkey 2021, 215). With the help of recent YA activist literature it critically examines whether the current curricular requirements for cultural learning can still be regarded as timely concepts or whether Global Citizenship (GCE) and Childrens' Rights Education (CRE) could be alternative approaches. Furthermore, this workshop will introduce recent YA literary texts covering a range of topics and give practical examples how they can be implemented in the EFL Classroom.

Christoph Ullrich (Kallenberg): Heterogenität im Englischunterricht sinnvoll begegnen

Im Englischunterricht alle Schülerinnen und Schüler zu erreichen und zu aktivieren ist in heterogenen Lerngruppen oft nicht einfach. Die Kinder weisen ein breites Spektrum an unterschiedlichen Lernvoraussetzungen, Interessen und sprachlichen Hintergründen auf. Dennoch ist es zweifelsohne das Ziel des modernen Sprachenunterrichts, die Bedürfnisse aller Lernenden im Unterricht aufzugreifen.

In dem Workshop gibt Christoph Ullrich, selbst Englischlehrer und Mitglied der Schulleitung an einer Sekundarschule in NRW, Einblick in seine Unterrichtspraxis und gibt Tipps, wie man als Lehrkraft erfolgreich differenzieren kann, ohne dass die Unterrichtsvorbereitung ins Uferlose wächst. Dabei geht er auf analoge und digitale Möglichkeiten ein.

Michael Rogge (Gelsenkirchen): Agilität im Englischunterricht

Die COVID-19 Pandemie hat zu einer rasanten Veränderung des Englischunterrichts beigetragen. Neben der digitalen Transformation von Schule und dem verstärkten Einsatz digitaler Medien spielen agile Methoden dabei eine wichtige Rolle, wenn es darum gehen soll, Zukunftskompetenzen wie Kollaboration, Kommunikation, Kreativität und kritisches Denken (die sog.4K), aber auch Eigenverantwortlichkeit der Lernenden für ihren Lernprozess stärker im Englischunterricht zu verankern. Im Workshop soll ein Einblick in verschiedene agile Methoden wie Kanban, Scrum, Liberating Structures und Design Thinking gegeben werden und anhand von Praxisbeispielen aus dem Unterricht ein Einblick in mögliche Einsatzszenarien im Englischunterricht gewährt werden.

Programm Französisch

Dorothea Greger: Les albums ? Parlons-en !

Vielfältige Veröffentlichungen zur französischen Kinder- und Jugendliteratur zeugen von dem großen Potential, das ihr innewohnt. Albums bieten den Schüler*innen gerade durch ihre besonderen ästhetischen und literarischen Eigenschaften reichhaltige Möglichkeiten der gemeinsamen oder individuellen Begegnung. Wenngleich das Potential von albums seit Jahrzehnten in der fachdidaktischen Literatur unbestritten ist, gleicht der Ausstieg aus dem Lehrbuch einem kleinen „Abenteuer“ (Uta Grasse, 2020): Welche Texte sind geeignet? Wie können sie eingesetzt werden? Und was ist eigentlich mit den Vokabeln und der Grammatik?

Dieses Atelier versteht sich als eine Einladung zum Entdecken, stellt aber ebenso auch Ideen vor, wie Schüler*innen individuell lesen und monologisch ihre Leseerfahrungen präsentieren können. Dabei wird anhand von Beispielen gezeigt, welche Strategien, Methoden, sowie Wissen über Sprach- und Lernprozesse Schüler*innen mit auf den Weg gegeben werden können, damit diese sich selbständig, sowohl mit einem, als auch mehrere(n) Partner(n) auf monologisches Sprechen vorbereiten können.

Dr. Katja Bethe: On fait de la musique ? - Dialogisches Sprechen fördern mit dem dialogue parcours (1. Lernjahr)

Neuere Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften, der Embodied Cognition und dem Embodied Learning weisen darauf hin, dass Lernen in Bewegung zu einer längerfristigen stabilen Memorisierung von Inhalten und Sprache führen kann (Sambanis & Walter 2020). Ziel des Workshops ist es deshalb, ,Bewegungslernen‘ und dialogisches Sprechen zu verbinden. Am Beispiel einer Unterrichtsstunde (On fait de la musique?) soll der ,begehbare Dialog‘ (dialogue parcours) als sprechdidaktische Abstützung und Lernverstärker vorgestellt werden, der zwei Schritte umfasst: 1. die Rekonstruktion des Dialogs mithilfe von Bodenplakaten und 2. das sprechend-interaktive ,Abschreiten‘ des dialogue parcours.

Prof. Dr. Christoph Bürgel: C’est genre cool ! - Mit Phrasemen zu flüssigem und natürlichem Sprechen

Phraseme wie à vrai dire, pour l’instant, tant qu’à faire werden häufig als unverzichtbare ‚Schmiermittel‘ der Alltagskommunikation angesehen. In der Tat schaffen Sprecher für sich wiederholende Alltagssituationen standardisierte bzw. bevorzugte sprachliche Formulierungen. Kompetente Sprecher zeichnen sich durch die häufige Verwendung von sprachlichen Fertigbauteilen bzw. Phrasemen aus und können erwartungsgemäß formulieren. Dabei führt die Verwendung von Phrasemen zu richtigem, flüssigem und natürlichem Sprachgebrauch – kurz: das Französisch klingt ‚authentischer‘. Sie sind damit Kernbestandteil der interkulturellen kommunikativen Handlungsfähigkeit. Im Workshop werden nach einer Einführung in die kommunikative Funktion von Phrasemen phrasembasierte Übungen vorgestellt, erprobt und mit Blick auf die Entwicklung dialogischer Sprechkompetenz reflektiert.

Peter Winz: Nachhaltiges Training des Hörverstehens im Französischunterricht der Sek I

Eine gezielte und nachhaltige Schulung der compréhension orale ist möglich ...

  • durch die konsequente Nutzung der vielfältigen Kommunikationssituationen des alltäglichen Französischunterrichts
  • strukturierte Lehrervorträge und -erzählungen („La/Le professeur/e raconte... “)
  • durchdachtem Einsatz von entsprechenden Spielen, zeichnerischen Übungen und Phantasiereisen
  • durch die systematische Arbeit mit Transkriptionen von Hörtexten, die durch prägende „Aha“-Erfahrungen die Dekodierungsfähigkeit steigert
  • sinnvolle Höraufgaben im Rahmen der Lehrwerksarbeit

Der Referent spielt mit Ihnen praxiserprobte Unterrichtsbeispiele durch.

Alors, venez écouter...

Jens-Olaf Carl: Förderung des Hör-Sehverstehens und der Mündlichkeit im modernen Französischunterricht

YouTube, TikTok und Co. werden von vielen Lernenden täglich genutzt. In diesem Vortrag zeigt der Referent, wie man diese Sehgewohnheiten für einen modernen Französischunterricht nutzt und neben dem Hör-Sehverstehen auch das Sprechen fördert. Dabei kommen auch die Wortschatzarbeit und Behandlung der Grammatik nicht zu kurz.

Steffen Obeling (Ernst Klett Sprachen): Le plaisir de lire – Lektüreempfehlungen für die Mittelstufe

Wie kann man neben der Lehrbucharbeit in der Mittelstufe die Schülerinnen und Schüler dazu motivieren, authentische Texte zu lesen? In dieser Veranstaltung wird eine Reihe spannender und interessanter frankophoner Lektüren für die Mittelstufe vorgestellt. Dabei werden methodisch-didaktische Hinweise zum Einsatz im Französischunterricht gegeben.

Programm Spanisch

Melanie Arriagada (Wuppertal): La mediación y los traductores en línea: ¿Se nos ha aguado la fiesta?

La traducción en tiempo real con el apoyo de la realidad aumentada o la creciente precisión de los programas de traducción en línea gracias a la inteligencia artificial han puesto a la clase de lenguas extranjeras bajo una presión sin precedente: El copy-paste, los textos con frases gramaticalmente perfectas y con un vocabulario muy por sobre el nivel de enseñanza ya son parte de nuestro día a día… En un contexto tan desafiante para la clase de español:

  • ¿Qué papel desempeña el trabajo con el vocabulario desconocido si este puede traducirse cómodamente y sin esfuerzo con solo un clic?
  • ¿Y qué pasa con las competencias complejas como la mediación lingüística y cultural si textos completos pueden ser traducidos en cuestión de un segundo?

Si bien la mediación tiene el potencial de fomentar el uso de estrategias de compensación y la conciencia lingüística mediante la reflexión del vocabulario intercultural en situaciones comunicativas, ¿será que debido a los traductores esta competencia ya es algo del pasado? ¿O será que justamente estas tecnologías nos abren nuevas y provechosas posibilidades para el fomento de las competencias lingüísticas y mediáticas de un alumnado cada vez más digital? En este taller profundizaremos precisamente en cómo el trabajo CON y NO EN CONTRA de los traductores en línea nos ofrecen provechosas posibilidades para planificar una clase en sintonía con los avances tecnológicos y proactiva con respecto a los desafíos didácticos en el marco del fomento de la mediación.

Nina Hammer (Gerlingen): ¡Y el Premio Social del RBG es para…! Cinco jóvenes que han cambiado el mundo

Ziel der 45-minütigen Stunde ist die Schulung des monologischen und dialogischen Sprechens in Klasse 10 im dritten Lernjahr. Im Zentrum steht eine Preisverleihung an eine*n von fünf Jugendlichen, deren/dessen soziales Engagement die Welt verändert hat. Die „Kandidat*innen“ kommen aus verschiedenen Ländern Hispanoamerikas und setzen sich für komplexe Themen wie Immigration, Schutz von Menschenrechten, indigene Kulturen, Frauenrechte und körperliche Beeinträchtigung ein.

Es werden Rollen als Kandidat*innen und für die Jury vergeben. Basierend auf Texten arbeiten die Lernenden Gründe heraus, warum sie den Premio Social del RBG verdienen. Die Jury erhält Zitate und Bilder der Kandidat*innen und notiert sich Fragen, um den/die Gewinner*in zu bestimmen. In der Diskussion stellen sich die Kandidat*innen vor und beantworten Fragen der Jury. Anschließend entscheidet die Jury, wer den Premio Social del RBG gewonnen hat.

Durch die Verleihung eines Sozialpreises der eigenen Schule ermöglicht die Stunde einen persönlichen Einstieg in das neue Schuljahr. Hierbei werden Themen des folgenden Unterrichts vorentlastet. Die Stunde präsentiert die Diversität Lateinamerikas und stärkt das soziale Engagement der Lernenden. Gleichzeitig fördert sie die Schulung der Leitperspektiven des Bildungsplanes ‚Bildung für nachhaltige Entwicklung‘ und ‚Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt‘.

Inga Haybach-Reitz (Waiblingen): Titulares aus spanischsprachigen Tageszeitungen zur Förderung des globalen Leseverstehens (und noch viel mehr!)

Oft gestalten sich Einheiten zur Förderung des Leseverstehens auf beginnendem B1-Niveau sehr zäh und sorgen insbesondere unter schwächeren Lernenden oft für Frustration. Dennoch ist es unerlässlich, diese Fertigkeit regelmäßig zu schulen und zu trainieren. Dabei ist es sinnvoll, auf kurze Texteinheiten zu setzen, um auch schwächeren Schüler*innen ein Erfolgserlebnis zu bieten und anderen wichtigen Fertigkeiten nicht zu viel Raum im Unterricht zu nehmen. Originalsprachliche und nicht adaptierte Schlagzeilen und deren Untertitel aus spanischsprachigen Tageszeitungen bieten nicht nur die Möglichkeit, das globale Leseverstehen in kurzen Einheiten von 10-15 Minuten zu schulen (zum Beispiel als Stundeneinstieg oder Puffer), sondern haben auch zahlreiche andere Vorteile:

  • Vermittlung landeskundlichen Wissens
  • Übungen zur Wortbildung
  • Kurze Wiederholung grammatischer Strukturen
  • Redeanlässe zu aktuellen Themen
  • Mediation
  • Quellenarbeit für schriftliche Hausarbeiten

Henning Peppel (Verden): Schüleraktivierende Spracharbeit im Spanischunterricht

In Zeiten der starken Ausrichtung an zu erwerbenden kommunikativen Kompetenzen im Fremdsprachenunterricht stellt sich die Frage, in welchem Umfang wir explizite Spracharbeit in den Unterricht integrieren und wie wir insbesondere Grammatik vermitteln können. Diese Fragen werden wir im Rahmen des Vortrags beleuchten; dabei werden Ideen und Möglichkeiten zur motivierenden und schüleraktivierenden Spracharbeit aufgezeigt, die auf ein mehrkanaliges Lernen abzielen - auch unter Berücksichtigung differenzierender Unterrichtsarrangements sowie digitaler Medien.

Beatriz Román Parada (Hamburg): Chile despertó“. Vamos de viaje a Chile actual.

Chile no solo es un tema habitual en el Abitur y en la Schriftliche Überprüfung, sino también es un lugar que muchas veces interesa por su naturaleza, sus paisajes, su historia y sus personas. Además hoy en día escuchamos constantemente sobre este país en las noticias. Aún así, nuestros alumnos y alumnas no suelen saber mucho sobre este largo, delgado y alejado lugar. Por esta razón y para acercar a nuestros estudiantes a Chile, he desarrollado un material didáctico que les permite hacer un viaje geográfico, histórico y político a este país y que les motiva a aprender, comprender, discutir y empatizar con la sociedad chilena mientras continúan aprendiendo la lengua.

Por esto, en esta ponencia los invito a hacer un viaje al Chile actual. En este viaje veremos imágenes, películas, música y performance, a través de las cuales llevaremos a nuestros estudiantes a conocer más sobre este país y los ayudaremos a entender los conflictos sociales que hoy se viven en Chile desde diferentes perspectivas.

Yasemin Soydan (Freiburg): La ropa - eine innovative Wortschatzarbeit

Da der Schulalltag häufig von Langeweile und einem Mangel an Motivation begleitet wird, sollte man als Lehrkraft des modernen Fremdsprachenunterrichts mehr Farbe und Kreativität in das Klassenzimmer bringen. La ropa ist seit jeher ein unerlässliches Kapitel in jedem Spanisch-Lehrbuch. In diesem Beitrag wird gezeigt, wie ein so klassisches Thema innovativ und kreativ aufgearbeitet werden kann. Die Stunde verknüpft die Einführung von grundlegendem Wortschatz mit sichernden und weiterführenden Redemitteln und ermöglicht allen Lernenden in ihren verschiedenen Niveaustufen zu kommunizieren. Ein farbenfrohes Katalogblatt trainiert die induktive Wortschatzerarbeitung und regt selbst schwächere Lernende dazu an sinnvolle Äußerungen in der Zielsprache zu produzieren. In verschiedenen Übungsphasen wird der Spracherwerb binnendifferenziert mit einer hohen Sprachaktivierung gefördert.

Des Weiteren werden verschiedene Börsen für Unterrichtsmaterial vorgestellt. Schließlich hat man als Lehrkraft auch nicht immer die Zeit das Rad neu zu erfinden.

Stefanie van der Valk(Paderborn): #Tuiteratura – Literarische Texte auf Twitter?

Auf Twitter findet man nicht nur das „Gezwitscher“ berühmter Persönlichkeiten wie Donald Trump, das für einen Einsatz im Unterricht fruchtbar gemacht werden kann, sondern auch literarische Texte von Autor*innen oder auch Laien, die selbst kreativ werden. Im Rahmen des Vortrags werden zunächst einige literarische Texte, wie z. B. tuitercuentos und tuiterpoemas, vorgestellt, deren Charakteristika aufgezeigt und erläutert werden. Neben dem theoretischen Input soll das didaktische Potenzial der tuitertextos besprochen werden, die exemplarisch zur Förderung literarästhetischer Kompetenzen sowie der Text- und Medienkompetenz verwendet werden können. Die Aufgabenbeispiele sollen Impulse geben und als Diskussionsgrundlage für die Teilnehmenden dienen.


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